Durchsuche Beiträge in Geschichten

Es war so kalt und eisig diesen Winter, und genau in diesen 2 Wochen stolperte ich über eine Ausschreibung für Wintermärchen. So entstand Yana Grünzahn

 

und sie wurde von der Jury wohlwollend bewerte und wird in den Wintermärchen des Sperling-Verlag erscheinen. Schön, dass das Märchen in dieser Anthologie seinen Platz finden wird.

ISBN: 978-3-942104-10-4

Für alle die jetzt gerade gemütlich vor der Kälte aufs Sofa fliehen und Lust auf ein Wintermärchen haben, hier etwas zum Lesen zum heissen Tee oder zur heissen Schokolade. Etwas für die Hoffnung auf den nahenden Frühling…

 

Yana Grünzahn

Wild stoben die Schneeflocken durch die eisige Winterluft. Sie wirbelten, getrieben vom kalten Nordostwind aus Sibirien, durch Felder und Wälder und bedeckten das ganze Land mit einer weissen Decke aus gefrorenen Kristallen. Die Sonne hatte sich hinter den Wolken verkrochen und überliess die Welt den Klauen des eisigen Winters. Auch Tiere und Elfen hatten sich verkrochen. Sie lagen sicher beschützt in Höhlen von Bäumen oder der der Erde und versuchten sich den grausigen Eisfingern des Winters zu entziehen. Wer immer konnte hielt einen Winterschlaf und nur wenige Lebewesen, denen die Kälte nicht viel anhaben konnte, trauten sich am nächsten Tag nach diesem furchtbaren Schneesturm hinaus in diese sanft anmutende weisse Welt. Die Sonne erhob sich orangerosa hinter einem Turm aus Wolkenfetzen und schien golden hinein in den blassblauen Winterhimmel. Doch der goldene Schein trog. Der Atem des Eises brannte sich in den Pelz und die Federn der wenigen Tiere, die sich hinaus gewagt hatten. Irgendwo gluckte ein Schneehuhn. Im Wald war ein weisses Wiesel auf der Pirsch. Ein Schneehase schlug seine Haken über das weisse Feld um dem Fuchs zu entkommen, der seinem Sonntagsbraten hinterherjagte. Der Atem hing gefroren an Meister Reinekes grauhaariger Schnauze und keuchend hielt er nach kurzer Zeit inne. So ein alter Fuchs konnte keinen jungen flinken Hasen mehr fangen. Nach dieser Erkenntnis gab er trotz seines knurrenden Magens auf und trottete gemächlich über das weite weisse Feld in Richtung Wald. Er genoss wie die schwache Wintersonne auf seinen alten Pelz schien. Nun war er schon so alt, doch noch immer hasste und liebte er den Winter sehr.

Als er dann so am Waldrand durch den tiefen pulvrigen Schnee stapfte, da hörte er auf einmal ein feines Klingeln. Es war als ihm, als höre er ein Elfenglöcklein läuten. Doch das war unmöglich, denn die Elfen hielten ihren Winterschlaf tief im Schutze der Bäume. Doch da war es wieder. Ein feines helles „Kling – Kling – Kling“. Nun war er ganz sicher, ein alter Fuchs wie er hatte schon so viele Elfenfeste miterlebt, dass er ganz genau wusste, dass dies Elfenglockenläuten war. Schnuppernd lief er dem leisen Zauberklang nach und kämpfte sich durch das Unterholz.

Dann sah er sie. Wie ein kleiner Stern leuchtete sie, dort auf einer tiefeingeschneiten Stechpalme sass sie, auf einem grossen Schneehügel   der sich festgefroren auf einem dunkelgrünen Blatt mit spitzen Dornen türmte. Zitternd wie Espenlaub hing sie inmitten der gefrorenen Schneeflocken fest und die silbernen Glöcklein an ihrem grünen Kleid bimmelten, als es sie vor Kälte so schüttelte.

Den Rest der Geschichte findet Ihr hier:

Aus aktuellem Anlass eine Geschichte mit Gedanken zum Thema

Wie lange ich schon unterwegs war wusste ich nicht. Ich hörte das Rattern und Knattern unter mir und es schüttelte mich ganz schön durch auf dieser staubigen Ladefläche zwischen den vielen Säcken. In einem von ihnen wurden meine Schwestern und Brüder gefangen gehalten. Durch eine Ritze der Plane sah ich den Nachthimmel und, um mich von der Tortur der langen holprigen Fahrt zu erlösen, träumte ich mich zurück in meine Jugendzeit, wo ich mit meinen Geschwistern geborgen in einem Halm heranwuchs, so wie die Sterne sich in den Nachthimmel schmiegten.

Als ich aufwachte fühlte ich mich endlos gerädert. Um ein Haar wäre ich zu spät erwacht…

Von Angesicht zu Angesicht
der Kuss der sticht

ein Drabble – eine Kurzgeschichte in 100 Wörtern

Bald wird die Entscheidung fallen für die Veröffentlichung meiner Märchensammlung…

ein langer, zäher Weg voller Felsblöcke die man kaum zur Seite stemmen mag :-)

Verlage die zwar Willens aber ohne Geld sind…

aber es gibt ja bekanntlich immer einen Weg…

schreitet weiter voller Zuversicht mit viel Hartnäckigkeit im Gepäck

auf der langen Strasse

des Erfolgs (oder so)

 

Schwierig, schwierig.

Das Manuskript ist abgeliefert und wurde gut vom Verleger aufgenommen. Damit ist eine schwierige Hürde genommen.

Nun ist das aber ein kleiner Verlag und es läuft darauf hinaus, dass wir für die Herstellkosten einen Sponsor suchen müssen. 10’000 CHF soll der Spass in etwa kosten…

Also müssen der Verlag oder/und ich einen oder mehrere Sponsoren finden, die den Druck des Buches finanzieren wollen.

Ansonsten nur Absagen oder keine Rückmeldungen.

Natürlich gäbe es da noch BOD, aber damit ist es dann so gut wie unmöglich das Buch vernünftig in den Buchhandel zu bringen. Und der Druck lässt dann auch eher zu wünschen übrig. Schöner wäre es natürlich das Buch käme in einem richtigen Verlag heraus mit farbigem Hardcover und farbigen Illustrationen. Als richtig schönes Märchenbuch eben.

Wenn also jemand Ideen hat wer als Sponsor in Frage käme, dann würde ich mich über Infos sehr freuen

auf der Irrfahrt durch das Meer des Verlagswesen
die Autorin

Hier die Titel der zwölf Märchen aus meiner Märchensammlung «Seelen des Orient»

  • Die Blume der Khali’Ha’Shish
  • Die grüne Meerkatze
  • Fatima in der Zisterne
  • Seilima die verzauberte Königin
  • Leylas Reise zu den Sternen
  • Yussef der Seelenfahrer
  • Die Krötentöterin Rayya
  • Die schwebende Wüste
  • Mirjama und der Mondkönig
  • Die Oase der Calandé
  • Das fliehende Glück
  • Das Heil der Samira At’tibah

Und am Montag bringe ich das Manuskript zu einem Verlag, der vor Weihnachten dafür tatsächlich Interesse bekundet hat.

So sei mir das Universum gnädig, dass es sich dabei um einen seriösen Verlag handelt, der auch bereit ist das Risiko für die Veröffentlichung zu tragen und nicht einer der mit der “Not der Autoren” versucht sein Geld zu machen. :-)

Am 22.1. lese ich im Museum in Baden das Märchen «Die grüne Meerkatze» vor, aus dem hoffentlich dieses Jahr erscheinenden Märchenbuch «Seelen des Orient»

http://www.museum.baden.ch/  

Sa 22.01.2001 – Ein Fenster zur Welt. Badener Erzähltag im Museum
Mit Geschichten, Gedichten, Liedern und Gesprächen eröffnen Erzählerinnen und Erzähler aus aller Welt neue Horizonte.

Programm für Erwachsene
19.00–20.30 Uhr
Andelka Akrap, Yvonne Brogle, Angela López, Radhika Neelakandhan,Rosario Pérez, Ida Waltenspühl u.a.: Begrüssungsrituale / Sibila Knezevic Bartod: «Die Verbrüderung der Menschen im Universum» (Tin Ujevic) / Yahya Hassan Bajwa: Bulle Shah und Peter Bichsel /
Special Guests: Vijaya und Sharmila Rao, Nateshwara Musik- und Tanzakademie
20.30–21.30 Uhr
Interkulturelles Buffet mit Kollekte
21.30–23.30 Uhr
Anna Nina Tyburkiewicz Christen: Geschichten aus dem Simmental, Antonietta Austern: Migrationsgeschichten / Jennifer Guerne: Tall tales! / Katleen de Beukeleer: Langetermijn-survival in Zwitserland / Fitim und Nedim Beljuli: «B-Rees» Rap aus Neuenhof / Carolyn Pini: «Die grüne Meerkatze»

Vielen Dank Rena Larf – wunderschön vorgelesen

Mirjama und der Mondkönig

:-)

Vielen lieben Danke Louise für das wunderbare Cover-Bild für das Märchen Mirjama und der Mondkönig.

Mal sehen ob sich auch noch andere Bookrix Autoren begeistern lassen und von Dir Illustrationen bestellen.