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Im Zuge der eZürich Ideenumfrage für ein digitaleres Zürich, habe ich eine Eingabe zur Förderung/Erstellung einer Plattform für Medienschaffende gemacht.

Sie kann unter http://www.ezurich.ch/node/2132 angeschaut und bewertet werden.

Bitte stimmt fleissig dafür ab (indem Ihr Euch dort registriert und dann die Idee mit 1-5 Sternchen bewertet). Damit steigt die Chance, dass es von der Stadt verwirklicht wird.

Cheers

Remo

Vielen lieben Danke Louise für das wunderbare Cover-Bild für das Märchen Mirjama und der Mondkönig.

Mal sehen ob sich auch noch andere Bookrix Autoren begeistern lassen und von Dir Illustrationen bestellen.

finden sich für alle Interessierten unter

www.pini5.ch oder www.avexys.com

Wer möchte, kann mich auch gerne für einen Vortrag buchen :-)

Montagmorgen, 10:50 in München im Hotel Hilton

Ich habe meinen Vortrag vor ungefähr 60 Zuhörern gehalten:

Thema: erfolgreiche Projektleiter verhalten sich erfolgreich.

Um Projektmanagement erfolgreich umzusetzen, muss der Projektleiter vor allem Erwartungen richtig managen. Und zwar die Erwartungen aller Beteiligten.

Es wurden rege Fragen gestellt, die ich beantworten konnte und alle pini5 Coaching-Musterkarten und Factsheets sind weggegangen wir die warmen Semmeln.

Sehr gefreut habe ich mich über die vielen netten Zusprüche zur pini5 Methode und Feedbacks wie: “einen interessanten Ansatz haben Sie da.”      www.pini5.ch

Ich bedanke mich bei allen Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit und Interesse – so früh am morgen.

Besonders gefreut hat mich auch die Bemerkung, dass sehr viele Beiträge zum Thema “weiche Faktoren im Projektmanagement” eingereicht wurden und sich mein Beitrag zu pini5 dabei gegen so viele andere durchsetzen konnte. :-)

Schön wäre es natürlich, wenn sich daraus der eine oder andere Einsatz für mich und oder die pini5 Coaching-Karten ergibt. :-) :-) :-)

So, ich hab mich also etwas ausgetobt und mir überlegt, wer und was die Rundum-Figuren in Arvi’s Leben sind.

Nun besagt die Aufgabe in den schlauen Büchern, dass man die Figuren “zum Leben erwecken” soll – denn ihr Handeln wird ja sehr stark geprägt von ihrem Charakter und ihrer Herkunft. Und an ihrem Handeln zeigt sich, wessen Geistes Kind sie sind. Ihr Handeln orientiert sich an ihren bewussten Wünschen. Ihr wahrer Charakter zeigt sich jedoch in dem, wie sie Ihr Handeln an ihren unbewussten Wünschen und Werten orientieren. Das lässt sie nämlich am Ende ihre Entscheidungen treffen.

Als Coach kenn ich das ja sehr gut, damit werde ich ja täglich aus den echten Lebensrealitäten konfrontiert :-)

Mal sehen, ob mir dann die kreative Umsetzung schlüssig gelingt, wenn ich solche Handlungsstränge erfinden und vor allem interessant gestalten will.

Also die erste grosse Aufgabe, der ich mich stellen will:
Enwickeln der Eigenschaften, der Charaktere der Figuren.

Die schlauen Bücher sagen mir (meine Zusammenfassung), ich soll mir folgende Dinge zu jeder Figur überlegen:

  • Wie lässt sich das Wesen der Figur charakterisieren? z.B. mit Hilfe von Persönlichkeitsprofilen
  • Was sind ihre Werte? Glaubenssätze?
  • Was macht sie traurig, wütend? Was bringt sie zum Lachen? Was macht sie dann?
  • Wie spricht sie?
  • Was sagen andere über sie?
  • Wie sieht sie aus?
  • Wo und wie lebt sie?
  • Was ist für sie Heimat?
  • Welche (schmerzhaften) Geheimnisse gibt es?
  • Was sind ihre Hoffnungen? Ihre grössten Ängste?
  • Was hat sie zu verlieren? Mit welchen Folgen, Konsequenzen müsste sie dann umgehen?
  • Was will die Figur? Warum? (bewusste und unbewusste Wünsche, Wunschobjekte)
  • Wie stellt sie es an, das zu bekommen? Was sind ihre Konflikte? Auf welchen Ebenen?
  • Wer oder was stellt sich ihr in den Weg? Was sind die antagonistischen Kräfte?
  • Wer sind ihre Gegenspieler?

Und das will ich nun über die nächste Zeit für alle Figuren die für meinen Roman wichtig sind tun.

Die ersten wichtigen Figuren sind:

Halvor Ansgarson der Vater
Sigrun die Mutter
Oda die Grossmutter väterlicherseits
Eberhard der Onkel (Bruder der Mutter)
Wigbrecht der Onkel (Bruder der Mutter)
Demian der Grossvater mütterlicherseits
Geloyra die Grossmutter mütterlicherseits

Arvi kommt erst später dran, dazu überleg ich mir später lieber erst mal ihre ganze Kindheit und was sie prägte bis sie 20 Jahre alt wurde.

Viel Vorarbeit bis ich mit der eigentlichen Geschichte loslegen kann :-)

Das zweite Film-Forum fand diese Woche an der Uni Zürich statt. Auch wenn einige der angemeldeten Personen nicht erschienen sind, so war die Beteiligung diesmal sehr erfreulich. Wir sind auf dem besten Weg, den von der Uni zur Verfügung gestellten Hörsaal zu füllen. Der spannende Vortrag von Anet Nyffeler zur Entstehung ihres Dokumentarfilms “ContempArabic” hat die Teilnehmer zu spannenden Diskussionen angeregt und zu den einen oder anderen Kontakten geführt. Herzlichen Dank an Anet!

Um die Hürde für die Leute in Zukunft noch etwas zu senken, werden wir in Zukunft die Anmeldung komplett optional machen, sprich wer will, kann einfach kommen. Man kann (und sollte) sich aber weiterhin anmelden, damit wir in etwa abschätzen können, ob 5 oder 50 Leute kommen.

Alles in allem war es ein erfolgreicher Abend und es zeichnet sich ab, dass ein genügend grosses Interesse am Film Forum besteht, um den Aufwand auch in Zukunft zu gerechtfertigen.

Ich freue mich schon auf dem nächsten Vortrag in 2 Monaten (im Januar).

Cheers

Remo

Die mütterliche Linie

Arvi’s Mutter ist Sigrun (die vom Sieg Kündende).

Sie ist die Tochter des Baders Demian (der Bezwinger) und der kräuterkundigen Hebamme Geloyra (die Lebhafte oder auch die Wahre) aus Basel. Sigrun ist das jüngste von drei Kindern und wurde 1098 in Basel nahe beim Kloster St. Alban geboren. Ihr ältester Bruder Eberhard (der Willensstarke) kam 1091 und Wigbrecht (der strahlende Kämpfer) 1094 zur Welt.

Das Benediktinerkloster St. Alban, 1083 gegründet, erhielt 1093 einen Prior als Vorsteher, welcher vom Abt in Cluny bestimmt wurde. Das Kloster war vor allem in der Krankenpflege tätig, deshalb liessen sich Demian der Bader, der zuvor in der unteren Talstadt von Basel in einer Badstube gearbeitet hatte, mit seiner Frau hier nieder. Demian und Geloyra hatten eine modernere Vorstellung von Heilkunst als es die Bader üblicherweise betrieben. Geloyra wurde für den Heilkräutergarten zuständig und Demian arbeitete mit den Leutpriestern und ab und zu mit den Klostergelehrten und kümmerte sich um die Kranken. So erhielten die beiden und damit auch ihre Kinder Zugang zu mehr Bildung als es sonst üblich war, denn nur wenige wussten, dass die Klosterschulen auch Laien ausbildeten.

Nachdem Geloyra das dritte Kind, ihre Tochter Sigrun, empfangen hatte,  befand sie es für gut und als Hebamme und Kräuterkundige wusste sie auch wie sie es verhindern konnte ein weiteres Kind zu empfangen. Ihr Wissen war über viele Generationen weitergegeben worden. Es war das wichtigste Familiengut, welches ihre Vorfahren die ins Westfrankenreich eingewandert waren, aus ihrer alten östlichen Heimat mitgebracht hatten. Dieses Wissen gab Geloyra an Sigrun weiter in der Hoffnung, dass diese sich der Familiengeschäfte annehmen würde, da die beiden Brüder anderen Interessen nachgingen.

Wigbrecht suchte sein Glück in den Diensten der adligen Ritter, die sich auch am Spalenberg niedergelassen hatten. Eberhard frönte seiner Leidenschaft als Sänger an eben diesen Höfen. Als er 22 war, also 1113 (als Sigrun gerade mal 15 Jahre alt war) hörte er das Rätsellied von Wilhelm IX dem Herzog von Aquitanien, der gerade Toulouse eingenommen hatte, weshalb seine Lieder gerade sehr populär waren. Dies inspirierte ihn so sehr, dass er beschloss als Minnesänger seine eigenen Lieder zu dichten und durch die Lande den Höfen nachzureisen und so sein Glück zu versuchen.

So kam es, dass Sigrun die grosse Hoffnung der Eltern wurde. Sie lehrten sie alles was sie wussten und gaben alle ihre Erfahrungen an das junge Mädchen weiter, so dass Sigrun mit 22 eine für die damalige Zeit wahrhaft gebildete Frau war. Sie verstand die Heilkunst sowie die Kräuterkunst und vor allem aber interessierte sie sich für das Kochen. Ihr dämmerte, nach alledem was sie gelernt hatte, dass die Ernährung der Menschen nicht unbedingt förderlich für ihre Gesundheit war. Doch hier stiess sie auf viele taube Ohren, auch die der Eltern waren in diesem Zusammenhang nicht wirklich offen für Neues. Sie wollten Sigrun mit dem Bader Johannes verheiraten, der vor zwei Jahren zu ihnen gekommen war, um die gut laufenden Geschäfte zu unterstützten.

1120 kehrte ihr Bruder Wigbrecht, der mit 19 Jahren mit einem der adligen Ritter nach Jerusalem aufgebrochen war, nun mit 26 aus dem Heiligen Land zurück. Die Eltern überglücklich, dass er genug vom Kriegsgeschäft hatte, banden ihn in die Geschäftsführung ein und freuten sich, sich auf ihr Altenteil zurückziehen zu können und die Geschäfte Wigbrecht und Sigrun und Johannes zu übergeben.

Doch Sigrun wollte Johannes nicht heiraten und auch nicht die alten Traditionen weiterführen. Ihrem Kopf stand der Sinn nach Neuerungen. Als Wigbrecht auch noch von den orientalischen Badstuben die es von Konstantinopel über Damaskus bis Jerusalem gab und von den arabischen Heilkünsten berichtete, beschloss sie Basel zu verlassen.

Die Eltern waren nicht begeistert, aber sie respektierten und liebten Sigrun und liessen sie ziehen. Wenn auch mit mulmigem Gefühl. So zog Sigrun mit 22 Jahren, 1120 nach Norden nach Friburg. In dieser aufstrebenden Marktstadt wollte sie ihre modernen Ideen zu verwirklichen versuchen.

Sie erwarb sich das Recht Kräuter, die sie selbst sammelte, auf dem Markt zu vertreiben. Dabei träumte sie von einer anderen Art von Badstube in dem auch die Küche eine Rolle spielen sollte.  Doch wie das Leben so spielt, kommen die Dinge oft anders als geplant. Eines schönen Tages, sie ist gerade mal knapp einen Monat in der Stadt, kommt Halvor an ihren Stand um ihre Kräuter in Augenschein zu nehmen…

Sigrun wird unter anderem auch durch ihre vorteilhafte Lebensführung belohnt und überlebt ihren Mann um gute 20 Jahre. Sie ist 61 Jahre alt, als sie 1159 stirbt. 

Von ihr lernt Arvi alles über Kräuter- und Heilkunst sowie moderne Ideen über Gesundheit und Lebensführung. Sigrun erzieht Arvi nicht im Geiste der alten Tradition, sondern sieht ihre Tochter mit Stolz zu einem eigenständigen Menschen heranwachsen, wie sie es selber ja auch war und ist.

Seit ich angefangen habe, meinem Umfeld zu erzählen, dass ich Filme mache, tauchen plötzlich aus allen Ecken Leute auf, die entweder ein Drehbuch haben, oder die absolute Killer-Idee für einen Film oder einfach nur mitspielen wollen.

Ich möchte hier mal auf die Drehbücher und Killer-Ideen eingehen (auf die Tatsache, dass Schauspielerei ein Beruf ist, der erlernt und geübt werden sollte, komme ich dann später mal).

Alles was folgt sind MEINE Vorstellungen und Meinungen und müssen selbstverständlich nicht für jeden gelten.

Viele Drehbücher und Ideen die mir präsentiert werden sind so nicht verfilmbar oder brauchen noch massive Nacharbeit um zu diesem Stadium zu kommen. Abgesehen davon, dass ich allen aspirierenden Schreiberlingen ans Herz lege, entsprechende Fachliteratur zu lesen, gibt es einige Punkte, die mir beim lesen immer wieder auffallen:

1. Formatierung, Rechtschreibung und Grammatik

Ich bin kein Germanist, aber wenn ich mich durch einen Wust von Schreibfehlern und Grammatikverbrechen quälen und dann erst noch in der Fliesstext-Wand die Dialoge suchen muss, dann vergeht mir die Lust am Weiterlesen. Wenn das jetzt das einzige Werk wäre, was ich lesen müsste, so würde ich mir vielleicht die Zeit nehmen, aber es gibt so viele andere, die leichter zu lesen sind.

2. Originalität

Kenn ich die Geschichte schon, wenn ich anfange zu lesen? Wenn ja, wozu weiterlesen? Weil es auf Seite 78 den ultimativen Twist gibt, der alles komplett umkrempelt? Würde ich ins Kino gehen um einen Film zu schauen, bei dem die ersten 78 Minuten langweilig sind, weil er ja dann später noch besser wird? Naja, vielleicht, aber sehr wahrscheinlich ist es nicht. Die Kunst ist es, die immer gleiche archetypische Geschichte auf eine NEUE Art zu erzählen und gleich von Anfang an zu überraschen.

3. Struktur

Eine gute Geschichte hat ein Anfang, eine Mitte und ein Ende. Hört sich blöd an, ist aber immer wieder etwas, was nicht klappt. Am Anfang werden wir in die Geschichte eingeführt, erfahren, um wen und was es geht und sollten uns im Idealfall mit dem Protagonisten identifizieren. Ein drohender Konflikt sollte sich langsam ankündigen und uns weiter in die Geschichte reinziehen. In der Mitte dann die Haupt-Geschehnisse, es geht ab, es passiert was und am Ende die Auflösung. Ich persönlich bin ein grosser Verfechter der positiven Enden. Ich will mit einem positiven Gefühl aus dem Kino rauslaufen, nicht niedergeschlagen ob der Ungerechtigkeit der Welt oder der Härte des Schicksals.

4. Visualität

Monologe, Voice-Over, innere Dialoge, Gedanken sind alles Dinge, die von ihrer Art her nicht visuell sind. Im Film wird gezeigt, nicht gesagt (Show, don’t tell). Je mehr Komponenten einer Geschichte nur gesagt aber nicht gezeigt werden können, desto weniger eignet diese sich, verfilmt zu werden. Natürlich kann man alles irgendwie verfilmen, die Frage ist nur, ob das (a) noch jemand versteht, (b) jemand sehen will und (c) jemand finanzieren und produzieren will.

Natürlich gibt es noch Dutzende weitere Kriterien, z.B. ob die Charakter glaubwürdig und authentisch sind, ob die Geschichte die notwendige Dynamik hat, …, aber wenn die ersten 4 Dinge erfüllt sind, dann wird das Drehbuch wenigstens gelesen…

Weiterführende Literatur

Story: Die Prinzipien des Drehbuchschreibens
Your Screenplay Sucks!: 100 Ways to Make It Great
Screenwriting 101: The Essential Craft of Feature Film Writing
Creating Characters: Let Them Whisper Their Secrets

plan.shoot.enjoy

Remo

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

Jeden Morgen geniesse ich bei einem feinen Kaffee eine Dosis fröhlichen Vogeltheaters vor meinem Fenster.

Wie kleine flauschige fliegende Christbaumkugeln übersäen Meisen in der (heute gerade hellblaurosaroten) Morgendämmerung die Büsche und Bäume die unseren Garten einfassen. 10 Vögelchen oder mehr flattern hin und her – von Ästen zum Vogelhaus und zurück auf die kahlen Äste. Sie picken wie verrückt und wie mir scheint voller Freude auf den Sonnenblumensamen und Haferflocken herum.

Es hat sich gelohnt das alte Vogelhaus auseinander zu nehmen und mit Hilfe alter Holzlatten zu vergrössern. Der Bastelspass wird nun um einiges übertroffen durch das morgendliche Vogeltheater bei dem ich meinen ersten Kaffee oder Tee geniesse.

Der Winter kann kommen! Mit Schnee sieht das alles noch mal einen Tick besser aus :-)

Keine Schönheit das schiefe und schwankende, aber wohlangenommene Vogelhäuschen: